Schillerkopf (2006 m) – Wanderung im Brandnertal

Von Martin Stiegler

Der Schillerkopf (2006 m) bietet eine abwechslungsreiche Wanderung. Durch die kitschig schöne Landschaft des Brandnertals schlängelt sich der Weg durch Wald und Wiesen nach oben. Später wandelt sich die Tour in einen alpinen Steig und gibt den Blick auf ein beeindruckendes Bergpanorama frei, das an klaren Tagen bis weit in die Schweiz und über den Bodensee reicht.

Gestartet wird diese Wanderung am Wanderparkplatz Tschengla, direkt über der Gemeinde Bürserberg. Von dort folgen Patrick und ich dem gut markierten Pfad  entlang Richtung Schillerkopf. In der Ferne kann man schon die Berggipfel von Schillerkopf und Mondspitze erkennen.

Ausgangspunkt Wanderparkplatz Tschengla
Los geht es direkt vom Wanderparkplatz Tschengla, der Schillerkopfgipfel lässt sich links hinter den Tannenwipfeln schon erahnen.

Vom Güterweg, welcher uns an grünen Kuhweiden auf sanften Almwiesen vorbeiführt, zweigen wir nach kurzer Zeit in einen Wanderweg im Wald ein und folgen weiter den Markierungen.

Der Weg schlängelt sich durch den Wald und an grasenden Kühen vorbei sanft nach oben. Zahlreiche Blumen und Farne säumen den Weg Richtung Gipfel, ein wahres Fest für das Auge, auch wenn wir mit unseren Trailrunning-Schuhen heute relativ zügig unterwegs sind.

Wir erreichen rasch die Baumgrenze und sehen nun den Schillerkopf in voller Pracht vor uns auftauchen.

Der Schillerkopf erhebt sich direkt vor uns.
Der Schillerkopf erhebt sich direkt vor uns.

Es folgt der Traum eines jeden Trailrunners: wunderbar flüssig geht es leicht ansteigend dahin. Das „Runners High“ ist dabei garantiert und erwischt auch uns.

Trailrunning im Brandnertal

Nun, unmittelbar unterhalb des Schillersattels, wechselt der Waldweg nun langsam mehr und mehr ins Alpine. Hier stehend blickt man rechts auf den Weg zur Mondspitze, links geht es weiter Richtung Schillerkopf.
Nach dem Schillersattel wird der Weg etwas anspruchsvoller. Steine und Wurzeln säumen den Trail, der nun auch immer ausgesetzter und steiler wird.

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Wir umrunden das Kessiloch. Was wie ein Meteoriteneinschlag oder ein Bombenloch aussieht ist eine sogenannte Doline, ein Einsturzkrater.

Da es sich mit über 300 Metern Durchmesser um den größten Einsturztrichter in Vorarlberg handelt wurde das Kessiloch kurzerhand zum Naturdenkmal erklärt. Beeindruckend anzusehen ist es auf jeden Fall.

Das Kesseloch beim Schillerkopf im Brandnertal
Blick in das Kessiloch, oben mittig ist bereits das Gipfelkreuz des Schillerkopfs zu erkennen

Der Wanderweg wird nun immer ruppiger. Ab sofort geht es wortwörtlich über Stock und Stein zwischen niedrig gewachsenen Nadelbäumen dahin.

Auf dem Weg zum Schillerkopf über Wurzeln Richtung Schillerkopfgipfel über Stock und Stein

Immer wieder fällt der Blick auf das Gipfelkreuz, welches schon zum greifen nah scheint. Aber der Weg schlängelt sich um das Kessiloch herum hoch und führt uns um einen großen Felsblock herum.

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Auch wenn es noch ein Stückchen bis zum Gipfel des Schillerkopfes ist, die Aussicht ist jetzt schon eine Augenweide.

Ausicht vom Schillerkopf
Fantastische Ausblicke

Seilversichtert mit einer Stahlkette geht es nun die letzten Meter bis zum Gipfel hoch. Hier kommen teilweise die Hände zum Einsatz.

Kletterpassage Schillerkopf
Ein bisschen Kraxeln ist noch angesagt bevor man auf dem Gipfel stehen kann.

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Blau-Weisse Wegmarkierung beim Schillerkopf
Blau-Weiss markierter, ausgesetzter Weg mit Kletterstellen? Genau mein Terrain!
Schillerkopf Gipfelgrat mit Gipfelkreuz
Blick auf den Gipfelgrat und das Gipfelkreuz.

Auf dem Gipfel machen wir Rast und genießen den Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Unter uns ist sind Bürserberg und Bludenz zu erkennen, die Mondspitze direkt nebenan und die mächtige Schesaplana in der anderen Richtung. Ein traumhaftes Panorma welches den kompletten Walgau, das Rheintal und das Brandertal einschließt.

Das Gipfelkreuz.
Das Gipfelkreuz.
Schillerkopf
Patrick und ich auf dem Schillerkopf-Gipfel

Langsam wird es Zeit für den Abstieg, der Trail der nun vor uns liegt erfüllt uns mit Vorfreude. Es wird Zeit es so richtig krachen zu lassen im Bergablauf.

Trailrunner in Startposition mit Ausblick auf Tälisteig und Brandertal
Patrick ist schon in Angriffsstellung: gleich liefern wir uns ein Rennen bergab
Schillerkopf Aussicht auf den Trail zur Tschengla
Bergab Gas geben ist genau mein Ding 😀

Wir folgen dem Weg über den Tälisteig Richtung Tal. Während der obere Teil noch alpines Gelände darstellt wird es dann weiter unten so richtig flowig.

Trailrunning am Schillerkopf im Brandnertal
Im oberen Bereich des Tälisteigs ist der Weg teils noch sehr schottrig
Trailrunning am Schillerkopf im Brandnertal
Hier heisst es nochmals volle Konzentration, aber Dynafit Feline SL bieten besten Halt.
Trailrunning am Schillerkopf im Brandnertal
Über traumhafte flowige Waldwege geht es wieder zurück zur Tschengla.

Dem Waldweg folgend laufen wir in vollem Tempo zur Rona-Alpe um uns noch eine feine Käsejause sowie einen Rohmilchshake von glücklichen Kühen zu genehmigen. Von dort aus geht es dann zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Wanderparkplatz.

Fakten:

Gehzeit: 4-5 Stunden (Bei normaler Gehgeschwindigkeit)
Wegstrecke: 9,5km
Höhenmeter: ca. 820m
Höchster Punkt: 2.006m (Schillerkopf-Gipfel)
Parkmöglichkeit: Wanderparkplatz Tschengla
Einkehrmöglichkeit: Alpe Rona

Unsere Route (Track erstellt mit der Suunto Ambit)

Download

GPS-Track „Schillerlopf“ zum Download (GPX-Datei)


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